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Presse: Verkehrssicherheitstag

Laaspher Bahnhof als neuralgischer Punkt
Verkehrswacht Siegerland mit Sehtest vor Ort

Bild eines Mannes am Fahrsimulator
21.07.2011

Pressemeldung der Siegener Zeitung:
(Foto: bw)

Bad Laasphe. Unter Federführung der Stadt Bad Laasphe fand am Dienstag ein Verkehrssicherheitstag auf dem Wilhelmsplatz und im Haus des Gastes statt.

bw - So kurz vor den Ferien haben die Schulen ja eigentlich Zeit für außerschulische Projekte. Könnte man meinen. Offenbar ist dies aber nicht der Fall. Jürgen Pospichal hatte eigentlich mit einer guten Resonanz der Schulen auf den Verkehrssicherheitstag am Dienstag gerechnet - doch der Laaspher Ordnungsamtsleiter und Organisator der Veranstaltung ärgerte sich zu Beginn des Verkehrssicherheitstages über die "nicht so prickelnde" Beteiligung.

Angebot hätte ein größeres Interesse verdient gehabt

Drei Klassen von der Grundschule Niederlaasphe und der Lachsbachschule hatten sich lediglich angemeldet. Gymnasien, Realschule und Hauptschule? Leider Fehlanzeige. Dabei war das Angebot so vielseitig, dass sowohl Kinder als auch Jugendliche etwas hätten lernen können. Vor allem für die Fahranfänger wäre eine Fahrt in einem Simulator, der die Beeinträchtigung durch Alkohol zeigte, sicherlich eine lehrreiche Erfahrung gewesen. Um diesen Simulator kümmerten sich mit Erich Fleischmann sowie Werner Möller zwei Polizeibeamte im Ruhestand. Gerade Fahranfänger seien die Zielgruppe, allerdings sei es auch nicht nur der Alkohol, der zu Beeinträchtigungen führe, sondern auch Drogen, Medikamente oder auch Übermüdung, so Erich Fleischmann. "Bei jüngeren Verkehrsteilnehmern ist aber die Raserei eigentlich die Todesursache Nummer eins", verriet er. Es sei schade, fand der frühere Drogenfahnder, dass das Angebot des Verkehrssicherheitstages nicht so gut in Anspruch genommen werde.

Tödliche Gefahren des toten Winkels

Mit im Boot saß auch die Kreispolizeibehörde. Martin Schmidt erläuterte die tödlichen Gefahren des toten Winkels. Für ein besseres Verständnis stand dabei ein Lkw auf dem Wilhelmsplatz, mit dessen Hilfe veranschaulicht wurde, wie groß der Bereich ist, den der Fahrer mit seinem Seitenspiegel nicht einblicken kann. Das führt immer wieder zu tragischen Unfällen: "Jeden dritten Tag stirbt ein Mensch wegen des toten Winkels", sagte Martin Schmidt. Den Nutzen von Fahrradhelmen erklärten hingegen die beiden Polizisten Klaus Petri und Axel Bieler den Jungen und Mädchen. Zum Angebot gehörte ferner ein Sehtest, denn der Verkehrssicherheitstag richtete sich eigentlich an alle Bürger.

Die Stadt Bad Laasphe sei, erklärte Jürgen Pospichal, Mitglied im "Netzwerk verkehrssicheres NRW". Darin gehe es um die Senkung der Zahl der Verkehrstoten, deshalb sei ein Verkehrssicherheitstag natürlich eine Form von Prävention. Ein neuralgischer Punkt sei der Bereich rund um den Bahnhof, "wenn dort morgens die Schüler ankommen", verriet Jürgen Pospichal. Um die Sicherheit dort zu erhöhen, gebe es ja auch schon länger die Überlegungen zum Bau eines Zentralen Busbahnhofs. Weitere neuralgische Punkte seien die Garten- sowie die Wasserstraße.


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