Siegen. Die 24. SZ-Radwanderung lockte rund 1200 Leserinnen und Leser bei trockenem Wetter auf die rund 42 Kilometer lange Strecke. Die Verkehrswacht war mit der Sehtestgruppe vor Ort.
aus Siegener Zeitung vom 29.08.2011:
yer - Petrus hatte es am gestrigen Sonntag gut gemeint mit
zahlreichen SZ-Leserinnen und -Lesern, die sich bereits zum 24. Mal im
Rahmen der SZ-Radwanderung, die in Zusammenarbeit mit dem RSV Osthelden
durchgeführt wurde, auf den Drahtesel setzten. Rund 42 Kilometer
strampelten sie vom Gelände des SZ-Druckhauses in Dreis-Tiefenbach bis
zum Wilnsdorfer Museum und zurück. Der erste, der die Tour mit flachen
und steilen Stücken meisterte, war Dirk Wagner aus Emmerzhausen. Bereits
kurz nach 9 Uhr brauste der passionierte Radfahrer mit Rückenwind über
die Ziellinie - zu einer Zeit, zu der sich viele erst den Helm
aufschnallten. Doch getreu dem Motto "Beim Schieben nicht schämen"
machten es ihm rund 1200 Radfahrer aller Altersgruppen - die jüngste
Teilnehmerin, Tiffany Jane-Lee, war erst 14 Tage alt - nach und
schnappten sich im Verlaufe des Nachmittags ihre Teilnehmer-Medaille.
Von Dreis-Tiefenbach nach Wilnsdorf und zurück
Die anspruchsvolle Strecke führte vom Startpunkt in
Dreis-Tiefenbach über Salchendorf, Gernsdorf und Rudersdorf bis zum
Zwischenstopp beim Wilnsdorfer Museum, zu dem die Fahrer kostenlosen
Eintritt hatten. Die dortige Leiterin, Dr. Corinna Nauck, zeigte sich
vollends begeistert, dass etwa ein Drittel der Sportler den Weg in das
eindrucksvolle Museum fanden: "Wir haben sehr viele positive
Rückmeldungen bekommen." Nach einer kleinen Stärkung radelten die
Familien, Freunde und Vereine über Oberdielfen, Kaan-Marienborn und am
Breitenbacher Windrad vorbei zurück auf das Gelände der Siegener
Zeitung, wo sie schon von weiteren Radsportlern empfangen wurden.
Warme Nacken und strahlende Gesichter
Am Start- und Zielpunkt herrschte anschließend ein nettes
Beisammensein, und die Teilnehmer erholten sich unter anderem mit einer
Bratwurst und einem Kaltgetränk von der Tour. Neben Ständen für das
leibliche Wohl sorgte eine mobile Werkstatt auch für "die Gesundheit"
der strapazierten Fahrräder. Und in der Zeit, in der die Eltern auf die
Verlosung der Siegener Zeitung warteten, durften sich die Kinder
schminken lassen. Während die Fahrer im vergangenen Jahr, als die Tour
am Biggesee entlang führte, noch bei strömendem Regen "Nehmer-Qualitäten" beweisen mussten, blieb es gestern trocken.
Tatsächlich verirrte sich sogar streckenweise die Sonne ins in den
letzten Tagen so verregnete Siegerland und bescherte den Radlern einen
warmen Nacken. Am Schluss sorgte auch diese Tatsache für größtenteils
strahlende Gesichter, und es gab viel Lob für die Organisatoren.
Gleichwohl kritisierten einzelne Fahrer, dass gewisse Streckenabschnitte - beispielsweise die "Schlussetappe" von Breitenbach nach
Dreis-Tiefenbach - zu steil und zu anstrengend gewesen seien.